Rationalismus oder Revelation

Rationalismus oder Revelation

Die natürliche Entwicklung von Scientology
WIDERRUF
NICHTS IN DIESEM ARTIKEL SOLLTE DAHINGEHEND INTERPRETIERT WERDEN, dass ich in irgendeiner Weise von standardgemäßer und korrekter Anwendung der Technologie abgewichen bin, in der ich fachkundig ausgebildet wurde.

Jeder, der eine derartige Behauptung aufstellt, hat entweder den Artikel oder die tatsächliche Art und Weise, in der die Technologie gedacht ist angewendet zu werden, missverstanden.

Wer die Ideen und praktischen Anwendungen, die in der Scientology Philosophie gefunden wurden, erhalten und erweitern möchte, für den gibt es zwei grundsätzliche Annäherungen: Rationalismus oder Revelation.

Rationalismus als Methodik in Wissenschaft und Logik verankert

Rationalismus beruht auf empirischen Beobachtungen und logischen Schlussfolgerungen, die wiederum auf so vielen Beobachtungen und Fällen wie nur möglich basieren. Dies wird begleitet von einer gut fundierten Theorie und beobachtbaren Ergebnissen. Einfacher gesagt: Man kann die für den Alltag gewünschten praktischen Anwendungen aus der Scientology Philosophie, aus ihren Prinzipien, ihrer Theorie und ihren praktischen Anwendungen, ableiten und entwickeln. Beispiele von Entwicklungen anderer sind die Konstruktion des E-Meters durch Volney Mathieson, die praktische Anwendung der Emotionsskala im Leben und mit Kindern durch Ruth Minshull (die Bücher „Emotionen. Keine Lust am Untergang“ und „Zum Frühstück Wunder“) sowie das Narconon Programm von William Benitez. Und da ich mich selbst als Rationalist betrachte, umfassen meine eigenen Beiträge
· die erfolgreiche Therapie von autistischen Kindern,
· die wirkungsvolle Adressierung von Ganzzeitspur-Amnesie anhand von OT VIII Erweiterungen,
· die Verbesserung von telepathischen und anderen so genannten „OT-Fähigkeiten“ durch weitere Stufen,
· und die Entwicklung eines Rundowns, der sich primär an Athleten und andere Profis wendet, die ihre Fähigkeit sich zu konzentrieren und Leistung zu erbringen erhöhen möchten.

Bei einer Annäherung, die auf dem Prinzip des Rationalismus beruht, werden “a priori” Schlussfolgerungen vermieden. Das bedeutet: jede Aussage oder Anwendung muss auf nachweisbaren Erfahrungen und Ergebnissen beruhen, nicht auf Annahmen. Darüber hinaus strebt man voneinander unabhängig nachweisbare Ergebnisse an, denn subjektive Bewertungen, die auf inneren Gefühlen oder Selbst-Abschätzung beruhen, sind oft schwierig von reinem Glauben zu trennen. Letztlich kann ein zuverlässiger Test über Erfolg nur von jenen vorgenommen werden, die völlig unparteiisch sind und kein persönliches Interesse an der vorgeschlagenen Vorgangsweise haben.

Zum Beispiel besteht der rationalistische Lösungsansatz für ein Problem, auf das jemand fixiert ist – in beidem, in der Theorie und in der Praxis – darin, zuerst die „Lösungen“, die man dafür hatte, zu entladen, dann das früheste Mal, als das Problem in Erscheinung trat, zu identifizieren, und schließlich anhand der geeigneten Techniken die davor liegende Verwirrung zu blowen.

In dieser Art werden PTS-Zustände am besten gelöst, denn das Hauptcharakteristikum eines PTS-Zustandes ist, dass man ein Problem hat. (Man muss hierbei beachten, dass alle PTS-Zustände ein Problem erzeugen, dies aber umgekehrt nicht zwingend zutrifft. Denn nicht alle Probleme können ohne weiteres einem PTS-Zustand zugeschrieben werden oder sind zur Gänze lösbar, indem man einen PTS-Zustand adressiert.) Das ist der Grund, warum an PTS Personen gelaufene Quad Rudimente und O/Ws dazu neigen, in einem bewerkenswerten Ausmaß Fallgewinn und erhöhte Stabilität zu produzieren.

Die Vorgangsweise eines Nicht-Rationalisten wäre: „Bestätige (oder lokalisiere) deine Verwicklung mit dem Teufel“ (oder dem entsprechenden Wesen). Dieser Ansatz wurde im Christentum häufig angewendet, und wird manchmal sogar von bestimmten Leuten in der Freien Zone kopiert. Das basiert auf der a priori Annahme, dass der Teufel/das bösartige Wesen nicht nur eine echte Identität ist, sondern das grundlegende PTS-Item an diesem Fall ist, und dass PTS-ness das ist, was am Fall fundamental verkehrt ist. Nicht nur, dass dies eine Verletzung des Auditorenkodex ist, es führt auch dazu, dass die Person zu spät auf der Zeitspur stecken bleibt (eher in der Verwicklung als in der zugrunde liegenden Verwirrung).

Jede Annäherung muss logisch organisiert sein und darf jeweils mit nur einer einzigen Zugangsweise erfolgen. Durch lange und hart erarbeitete Erfahrung sowie durch eine Menge Hintergrundtheorie habe ich nachgewiesen, dass die Mischung von zu vielen grundverschiedenen Elementen innerhalb eines einzigen Ansatzes dazu neigt, Instabilität in einem Individuum zu erzeugen – denn man versucht nicht zu einer Zeit ein Ding zu lösen, sondern auf einmal den ganzen Fall. Dies führt auch zu Unberechenbarkeit, weil mit zu vielen Variablen gehandelt wird, die damit in Verbindung stehen. Wenn dann nicht optimale Ergebnisse auftauchen (und diese erscheinen unweigerlich zumindest gelegentlich – jeder, der das Gegenteil behauptet, hat diese lediglich still unter den Teppich gekehrt), dann wird es unmöglich zu bestimmen, wo die Dinge tatsächlich falsch liefen und eine effektive Korrektur oder Reparatur durchzuführen. Das ist der primäre Grund für das Verbot in Scientology, Rundowns zu vermischen.

Daher muss, um gültig zu sein, jede Annäherung im höchsten Maße diszipliniert sein.

Das ist der Grund, warum als Fall “die Experimente und Untersuchungen an einem selbst” selten erfolgreich sind. Die instinktive Fallreaktion ist, zu versuchen, den ganzen Fall auf einmal zu adressieren (weil es eine unerfreuliche Sache ist, den Fall zu konfrontieren: wenn es anders wäre, würde es kaum verdienen „Fall“ genannt zu werden, und die Lösungen zu den Rätseln des Denkens und des Geistes wären schon längst vollständig gefunden worden). Darüber hinaus ist das Vermeiden die automatische Antwort jedes Wesens auf Ladung und Aberration. (Die Tendenz unter den Forschern, schließlich blinde Flecken zu entwickeln, ist nach meiner persönlichen Beobachtung eine nahezu universelle Erscheinung – unter Forschern, die sich selbst oder Selbstauditing als ihren primären Forschungszugang verwenden).

Der Autor hat es daher völlig unterlassen, mit sich selbst zu experimentieren. Auf diese Art ist es viel einfacher vermeidbar, die Ergebnisse zu verderben. Und es setzt richtigerweise voraus, dass die Aberrationen oder Fallreaktionen eines Individuums nicht notwendigerweise universell sind.

Wenn man eine bestimmte Annäherung als funktionierend angenommen hat, so muss man nicht notwendigerweise alle Alternativen verdammen.

Eher bedeutet es, dass die auf Erfahrung und Wissen basierende Annäherung die praktischste und erwiesenermaßen die dienlichste ist im Hinblick auf langfristige Stabilität und Resultate.

Offenbarung als Annäherung – basierend auf Glaube oder Überzeugung

Offenbarung liegt am anderen Ende des Spektrums von rationalistischer Annäherung. Bei einer Offenbarung wird eine behauptete Wahrheit, die von innen kommt, oder so wahrgenommen wird, als wäre sie von jemand anderem empfangen worden, als Eckpfeiler einer Philosophie eingesetzt.

Unter den schlimmsten Fällen von Offenbarung sind jene, die “gefördert” worden sind durch die Einnahme von psychoaktiven Substanzen, wie zum Beispiel Peyote-Kaktus oder Cocaethylen (eine Kombination aus Kokain und Alkohol, die weit halluzinogener wirkt als die getrennte Einnahme dieser Substanzen). Es gibt zuverlässige Beweise, die die Theorie unterstützen, dass viele der christlichen Konzepte über Himmel und Hölle, die nirgends in der Bibel vorgefunden werden können, darin ihren Ursprung haben.

Die Philosophie der Scientology wurde ursprünglich nicht um Offenbarung herum angelegt. Das geflügelte Wort „Wahr ist für dich, was du selbst als wahr beobachtet hast“ ist tatsächlich ein direkter Hinweis auf Rationalismus als zugrunde liegender Gesichtspunkt.

Offenbarung ist per Definition eine Reihe vorgegebener Wahrheiten, die von einer Autorität offenbart worden sind. Als solche müssen sie daher unwidersprochen bleiben, damit man nicht als Häretiker oder Apostat gebrandmarkt wird. Solche „Wahrheiten“ werden großenteils wegen dem Ausmaß an Respekt und Glaubwürdigkeit, das dem Propheten gezollt wird, als gültig erachtet, (ein Prophet ist per Definition derjenige, der auserwählt wurde, anderen eine Offenbarung zu verkünden). Da eine jüngere Offenbarung eine ältere Offenbarung, die bereits früher als Tatsache anerkannt wurde, nachträglich nur ergänzen kann, wird das starre Festhalten an einer Serie von Offenbarungen zum Dogmatismus.

Wahrheit ist per Definition die genaue Zeit, der genaue Ort, die genaue Form und das genaue Geschehnis. Wenn jemand eine Wahrheit als solche akzeptiert, ohne diese zuvor hinsichtlich ihrer Gültigkeit und ihrer Übereinstimmung mit bekannten Tatsachen und Erfahrungen zu untersuchen, so hat man keine andere Wahl als automatisch jede andere mögliche Beobachtung zu verwerfen, die ihr entgegenstehen könnte. Dies ist nicht nur das genaue Gegenteil von Wissenschaft, sondern das ist auch die Wurzel eines Zustandes der Existenz, der als NOT-IS-NESS bekannt ist.

“Offenbarte Wahrheiten” können daher nur durch einen weiteren Akt von Offenbarung ausgeweitet werden, oder schlimmer noch durch “Deus ex Machina”. (Der lateinische Ausdruck Deus ex Machina bedeutet wörtlich „Gott aus einer Maschine“ und bezieht sich auf eine Apparatur beziehungsweise einen Trick, der eingesetzt wurde, um die verfahrene Handlung eines fiktionalen Werkes oder eines Theaterstücks zu entwirren. Wenn wir dies nun auf die Arena der Scientology Philosophie übertragen, so bezieht sich Deus ex Machina auf eine Entwicklung, die nicht auf ihrer internen Logik und empirischen Untersuchung fußt, sondern auf einer behelfsmäßigen Erklärung, ohne die die Entwicklung unerklärlich oder unlogisch bleiben würde.)

Rationalismus basiert großenteils darauf, eine Theorie mit beobachtbaren Fakten und Erfahrung zu etablieren, und diese kontinuierlich zu verfeinern und herauszuarbeiten, sobald neue Tatsachen und Entdeckungen auftauchen. Im Gegensatz dazu versucht Offenbarung jede Beobachtung im Lichte einer unveränderbaren Voraussetzung zu interpretieren. Da diese unwandelbare Voraussetzung ohne hinterfragt zu werden empfangen wurde, konnte sie folglich nur für bare Münze gehalten werden, die außerhalb jeden Kontextes steht. Dies führt unweigerlich zu einer Abweichung von der Wahrheit.

Weil die höchste Wahrheit ein Statik, und daher Einfachheit selbst ist, sind Theorien, die sich nach und nach zu komplexen und geheimnisvollen Erklärungen entwickeln, im Grunde nur gekennzeichnet durch ein Absinken von reinem IS-NESS zu ALTER-IS-NESS (Lügen führen zu Fortbestand). Im tiefsten Grunde würde eine totale Offenbarung einen nahezu vollständigen Zustand der NOT-ISS-NESS bedeuten.

Ein gutes Beispiel ist die göttliche Offenbarung, dass die Erde das Zentrum des Universums sei. Dies führte zu fortschreitend komplexen Modellen, die die Umlaufbahnen der Planeten erklären sollten.

Schließlich musste jemand mit der Tradition brechen, um die Sachlage zutreffend zu beschreiben. Am ganz entgegen gesetzten Ende befassen sich die wirklichen OT Stufen (VIII und darüber hinaus) mit immer fortschreitenden Einfachheiten und Wahrheiten. (Die letzte signifikante Hürde und Komplexität – der zusammengesetzte Fall und seine Wurzeln – wird noch vor OT VIII endgültig angesprochen und gelöst – und somit treffend als „Wahrheit enthüllt“ bezeichnet.)

In einigen Kreisen existiert der Glaube, dass ein Oberster Rat der Weisen und Guten die Geschicke und die Zukunft unseres Planeten in gütiger Weise steuere, und dass dieser Rat, falls erforderlich, die Befugnis zur Intervention habe, um die Erde vor einem abscheulichen, aber dennoch höchst mächtigen und bösartigen Wesen zu beschützen. Diesem bösen Wesen diene eine Horde von Abtrünnigen oder gefallenen Wesen, und zusammen seien sie ganz versessen darauf, alle freien Wesen (Thetans) zur versklaven und zu kontrollieren.

Das Obige ist natürlich eine exakte Beschreibung des mittelalterlichen Konzeptes von Himmel und Teufel. Es scheint auch eine gewisse Ähnlichkeit mit einigen Theorien zu enthalten, die in der Freien Zone kursieren. Meines Wissens sind diese Ideen bei einigen Personen als Resultat einer „inneren Erforschung“ entstanden. Hubbard kollidierte mit ähnlichen Restimulationen im Zuge seiner frühen R6 Forschung, und 1963 schrieb er sogar ein Bulletin namens „Himmel“, um über seine Entdeckungen zu berichten.

Wenn man sich beim Entwickeln irgendeiner Technologie auf Offenbarung stützt, und nicht auf Beobachtung, dann liegt die Gefahr darin, dass es keinen objektiven Weg gibt, um festzustellen, ob die „Offenbarung“ tatsächlich von einem höheren Wesen stammt oder aus dem eigenen zusammengesetzten Fall entspringt.

Schluss

Wenn jemand den Inhalten aus Hubbards “Die Wissenschaft des Überlebens” und den 1963er Zeitspur-Bulletins folgen möchte, so besagt dies: unkontrollierte Restimulation der Gesamtzeitspur resultiert zuerst in verstärkter Gesamtzeitspur-Amnesie.

Dies ist gefolgt von einem graduellen Verfall auf der umgekehrten Fallskala von Ebene V: Dub-in zu Ebene VI: Dub-in von Dub-in, und schließlich zu Ebene VII: Sich nur seiner eigenen Bewertungen bewusst sein. Daher wird die Wahrscheinlichkeit, genaue und verlässliche Information über die physikalische Welt und den Verstand zu erhalten, immer geringer, wenn diese primär auf einer Einschätzung seines eigenen Falles beruht, wenn ein Individuum restimuliert wurde.

Gemäß der “Tabelle der menschlichen Bewertung” ist die überlebensfreundliche Handhabung von Wahrheit eine direkte Funktion aus der Menge an tatsächlicher Ladung, die von der Zeitspur eines Individuums entfernt worden ist. Das Ergebnis daraus ist eine Fähigkeit zu Vernunft sowie Erfolg im Leben zu haben, frei von kleinlichen Emotionen (Wut, Kritizismus, Neid, Resignation, …) wie sie am tiefen Ende der Emotionsskala vorgefunden werden.

Daher sollte man erwarten dürfen, dass eine rationalistische Annäherung zu einer zumindest teilweisen Wiederherstellung von Fähigkeiten führen, ebenso wie zu unabhängig verifizierbarem Gesamtzeitspur-Rückruf und einem blühenden Leben.

Pierre Ethier
Class XII
Copyright © 2006-2007 by Pierre Ethier

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